| Olórin |
| Meister Goldschmied |



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| Anmeldungsdatum: 15.05.2005 |
| Beiträge: 219 |
| Wohnort: Bayern |
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| fiiisch hat folgendes geschrieben: |
| Olórin hat folgendes geschrieben: |
| Welche "Mundart-Bücher" meinst du? Oder meinst du Lautschrift? |
Zum einen meine ich den Comic Band "Di Haibtling Raffm's Raus" der Asterix Mundart Reihe auf Fränkisch
(Bsp.: Di Bildler håt gmålt: Der Albert Uderzo - hier spricht man das å wie ein langes o)
Zum anderen unzählige Mundartbücher auf Bambergerisch (z.B. die vom Herrn Krischker)
Hierbei meine ich auch NICHT die Lautschrift!
nebenbei: muss das "håt gmålt" wie "hood gmoold" ausgesprochen werden, denn in Franken gibt es nur ein "hartes T" ...
... und das ist das in Senft  |
Na das sind ja mal Litheraturnachweise
die Franken haben ja auch kein hartes "P", sondern nur ein weiches z.B. "Bostkutsche" "babbeln" "Bolizei" Besonders die "Bammbescher"
Es bleibt da nur noch zu sagen, daß ein "å" was anderes ist als ein "ů".
Das å gibts in skandinavischen Sprachen wie Dänisch, Norwegisch und Schwedisch und dort stellt es einen eigenen Buchstaben für einen Vokal dar. Ist also ein Lautbuchstabe oder Selbstlaut. Im DänischNorwegischen ist es ein langgezogenes "A" und wurde früher sogar "Aa" geschrieben. Das "Å" als Buchstaben gibts bei denen noch gar nicht so lange, wurde erst im 20. Jahrhundert offiziell als Ersatz für das "Aa" eingeführt.
Bei uns machen das nur kleine Kinder
Im Schwedischen ist es ebenfalls ein Vocal und wird aber als langes "O" gesprochen. Also wie im Fränkischen
Das "ů" als Zeichen dagegen gibt es wohl nur im Tschechischen und ist kein eigener Buchstabe im dem Sinn. Der Kringel oben drauf ist nur ein Zusatz zu einem Buchstaben und verändert die Aussprache oder soll bei gleicher Schreibweise aber anderen Sinn das Wort "schriftlich abgrenzen".
Der "Kringel" auf dem "ů" gehört zu den "Akzent Marken" oder "Diakritika". Da gibt es neben Kringel auch Häkchen, Striche oder Pünkchen. Vergleichbarer Deutscher Gegenpart sind die "ÜÖÄ-Doppelpunkte", die wir dann Umlaute nennen. Ausser in Fremdwörtern haben wir sonst keine anderen Akzent Marken.
Im Tschechischen Alphabet gibt es dagegen fast keinen Buchstaben der nicht auch ein Diakritikum besitzt.
Witzig ist, daß es in einer Beschreibung der Ausprache des "å" im Dänischen heisst, es sei für NICHT-Muttersprachler sehr schwierig. (ein langes "A" mit einer abklingenden Tendenz zum "O")
Das ist wohl ähnlich unseren Umlauten. Frag mal einen Engländer er soll "ÄÖÜ" sagen! Die hören da nicht mal einen Unterschied! (wir haben öfters engl. Werkstudenten, die kringeln sich jedesmal wenn man sie darauf anspricht).
Bei uns ist es mit dem engl. "th" nicht anders geschweige denn von anderen sprachspezifischen Lauten
Da fällt mir gerade auf, mein Name hat ja auch so ein Diakritikum! Ist aber nicht wegen einer besonderen Aussprache, sondern *nur* wegen der besonderen Abhebung zu anderen Schreibweisen, jedenfalls kann ich das so versichern
Gruss
Olórin
PS: @fiiisch: was ist "Senft"? |
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